Now, you’re in New York…

03. Oktober 2011
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Am späten Nachmittag erreichten wir bei kühlen Temperaturen den krönenden Abschluss unserer Weltreise - New York! Schwer beladen mit zwei Trekkingrucksäcken, zwei Reisetaschen, einem Tagesrucksack, zwei Laptops, einer Tüte und einer Handtasche haben wir uns vom JFK Airport mit dem Airtrain zur Subway-Station Jamaica Center begeben und sind anschließend mit der Linie E bis zur Queens Plaza gefahren. Tja, nachdem wir die Station verlassen hatten, standen wir ohne Karte etwas ratlos auf der Straße in Queens. Da wir mit der Logik der Straßenbezeichnungen nicht klar kamen und uns selbst Ortsansässige nicht weiterhelfen konnten, haben wir unser unselig schweres Gepäck an Ort und Stelle fallen gelassen und sind ausgeschwärmt. Ein älterer Schrottsammler gab dann den entscheidenen Tip, so dass wir völlig kaputt endlich das Verve Hotel (40th/29th) erreichten. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit haben wir uns abends Pizza aufs Zimmer bestellt und lieber unsere Kräfte für die kommenden Tage gesammelt.

Morgens ging es dann mit der Subway zum weltbekannten Times Square und zu Fuß durch die angrenzenden Straßen und Shops der Gegend. Aufgrund unserer anhaltenden Müdigkeit sind wir jedoch bereits am frühen Nachmittag zurück zum Hotel gefahren und haben uns ausgeruht. Nach dieser Erholungspause haben wir uns dann hoch hinaus gewagt und das Rockefeller Center entdeckt. Vom Dach des Gebäudes bot sich dann ein faszinierender Blick über das Lichtermeer der Metropole und den riesigen Schlund des Central Park. Mit einem leckeren Kaffee sind wir dann durch die hell beleuchteten Straßen gezogen und haben das Treiben der Einwohner beobachtet, bevor wir ziemlich knülle ins Bett gefallen sind.

Unser nächstes Ziel war diesmal kultureller Art - das Metropolitan Museum am Central Park. Bereits am frühen Vormittag schlenderten wir durch das riesige Objekt und bestaunten die zahlreichen Gemälde bekannter Maler, wie Monet, Cezanne und van Gogh. Leider verflog die Zeit so schnell, dass wir erst am Nachmittag wieder Tageslicht erhaschen konnten und unsere Füße schon arg geschunden waren. Nichtsdestotrotz haben wir uns dann den Weg entlang der Fifth Avenue und den vielen Luxusboutiquen zurück zum Times Square gekämpft. Dort haben wir uns dann zwei Eintrittskarten für das Broadway-Musical “Chicago” am Abend besorgt. Auffällig am netten, aber in die Jahre gekommen Ambassador-Theatre war der Umstand, dass es keine Garderobe gab und man seine Jacke auf dem Schoß platzieren mußte, was für deutsche Verhältnisse doch recht untypisch war. In der Hauptrolle konnten wir uns von den Qualitäten der doch ziemlichen kleinen Ashley Simpson-Wentz überzeugen, die wohl etwas Publicity brauchte.

Der nächste Tag führte uns bei angenehmen Temperaturen und traumhaften Sonnenstrahlen durch SoHo, Little Italy und Chinatown. Obwohl fast alle Restaurants und Geschäfte auf Touristen ausgelegt sind, entdeckt man vielerorts noch das geschäftige Treiben und kann sich lebhaft vorstellen, wie hier das Leben vor einigen Jahrzehnten ausgesehen haben muss. In einem kleinen hippen Bio-Tante-Emma-Laden, haben wir uns dann Sushi und eine leckere Chili con Carne gegönnt, bevor es weiter zur Brooklyn Bridge ging. Leider haben wir es zeitlich nicht geschafft uns die Gasse auf der anderen Seite der Brücke anzusehen die für das Kinoplakat von “Once upon a time in america” herhalten musste. Nach weiteren Metern konnten wir dann auch den Bullen in der Wall Street streicheln und uns aus der Ferne die Freiheitsstatue ansehen.

Mit der zuverlässigen Subway fuhren wir bis zur 21st Street-Queensbridge und liefen mal wieder in die falsche Richtung. So landeten wir direkt bei den Queensbridge Houses, einem staatlichen Wohnungsbauprojekt. Diese zeichnen sich jedoch leider durch eine stark überhöhte Kriminalitäts- und Arbeistlosenrate aus und machen keinen einladenden Eindruck. Naja, es war auf jeden Fall ein interessanter Einblick und dank eines Ladenbesitzers fanden wir auch in kürzester Zeit unser Hotel.

Der letzte Tag unserer Weltreise war dann schon etwas merkwürdig. Nach so langer Zeit auf Reisen, sollte nun Schluss damit sein. Irgendwie war man schon etwas wehmütig, auch wenn die Freude auf Familie und Freunde groß war. Mit dem Taxi fuhren wir bei Regen (wie passend!) zum JFK und flogen am Abend nach London-Heathrow. Tja, leider wurden die Befürchtungen hier erfüllt und neben stundenlangem Warten, hatten wir noch Ärger mit den Sicherheitsbeamten. In unserem Handgepäck befand sich ein großer Reislöffel, welchen wir uns in Charleston gekauft hatten. Dieser - immerhin ohne Problem durch alle amerikanischen Kontrollen gekommen - sollte nun zum restlichen Reisegepäck und durfte auf keinen Fall mit dem Handgepäck weiterbefördert werden. Und für diese Dienstleistung sollten wir nun bei British Airways 30 Pfund bezahlen. Weit mehr als wir dafür überhaupt bezahlt hatten. Da wir kein Einsehen hatten, liessen wir uns nicht abwimmeln und konnten nach mehr als 15 Minuten Diskussion, dann doch den Löffel gratis nachchecken. Der letzte Flug verlief ebenfalls ohne Komplikationen und so landeten wir müde in unserem geliebten Berlin.

Sweet Home Chicago…

15. Februar 2011

Von unserem Flug von Los Angeles zum Chicago O’Hare International Airport (nach Atlanta der meistfrequentierte Flughafen der USA) gibt es eigentlich nichts zu berichten, was aber wohl eher daran liegt, dass die vorangegangene Nacht ihren Tribut forderte und ich trotz Kaffee, lediglich zwei Minuten während des Startes und bei der Landung in der Lage war, meine Augen offen zu halten. Nachdem wir uns vom ersten Kälteschock erholt hatten, begaben wir uns gewohnheitsmäßig zu Alamo und widerstanden der typischen Verlockung eines teuren Upgrades. Jessy entschied sich dann leider für ein Fahrzeug mit dauerleuchtender Motorlampe, was uns nach einer glorreichen Ehrenrunde zurück zum Schalter führte. Schließlich hatten wir dann passend zum Wetter (zumindest der Farbe nach) einen schneeweißen Chevrolet Malibu. Mit diesem ging es dann auf der Interstate in Richtung Stadtzentrum, wo wir vergeblich nach einer günstigen Übernachtung gesucht haben. Da auch keine Internetcafés mehr zu finden waren, fuhren wir kurzerhand in eine öffentliche Bibliothek und konnten dort endlich online ein Hotel reservieren - das Comfort Inn and Suites in der East Ohio Street. Tja, eigentlich war das Hotel nicht so weit entfernt, wenn man aber auf der Interstate aus Versehen auf die “Express Lane” fährt, sieht man, dank einer durchgehenden Betonbarriere alle Ausfahrten an sich vorbeifliegen und fängt am anderen Ende der Stadt wieder an sich zurückzukämpfen.

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Mit unserer Buchung lief der Check-In völlig problemlos und wir fuhren in unser Zimmer im 9. Stock. Leider war die Aussicht auf die zwei Meter entfernte Backsteinwand mit der schmucken Lüftungsanlage nicht so prickelnd, aber was soll’s. Ich habe dann das Auto im benachbarten Parkhaus untergebracht und wurde nach meiner Rückkehr von Jessy mit einem sehr charmanten Lächeln empfangen. Aus unserem Zimmer im 9. Stock hatte sie durch ein kurzes Telefonat mit dem “Front Desk Manager”, mal eben eine Zwei-Zimmer-Suite im 15. Stock mit Blick auf die Skyline Chicagos gemacht (natürlich zum gleichen Preis). Hier haben wir erst mal alle Viere von uns gestreckt und einfach mal entspannt. Abends sind wir um die Ecke in den Weber-Grill gegangen und haben bei frischgezapften Bier bzw. einem Cosmopolitan an der Bar die gemütliche Atmosphäre genossen. Das absolute Highlight war aber mein 16oz (453gr) New York Strip Steak mit Knoblauchkartoffeln. Mit wohl gefülltem Magen und fast 100 Dollar weniger in der Tasche, ging es dann bei leichtem Schneefall durch die leergefegten Straßen zurück in unsere Suite.

Am nächsten Morgen mußten wir uns von unserem Radiowecker aus dem Schlaf reißen lassen, da wir ansonsten vermutlich den gesamten Tag verschlafen hätten. Im kleinen aber gemütlichen Frühstücksraum des Hotels gab es dann neben den klassischen Sachen auch zwei Waffeleisen, die einem nach anderthalb Minuten heiße und frische Waffeln ausgespuckt haben. Anschließend haben wir mal wieder über Skype einige Telefonate geführt und uns an den Erzählungen von daheim erfreut. Gegen Mittag ging es dann aber doch noch raus vor die Tür und direkt in die Eiseskälte. Unseren Weg zum Millenium Park mit seiner berühmten Skulptur “The Bean” (offiziell heißt sie eigentlich “Cloud Gate”) mußten wir immer wieder unterbrechen und uns in Geschäften aufwärmen. Vor allem unsere Finger und das Gesicht waren eigentlich durchgehend gefroren. Nichtsdestotrotz war der Spaziergang zwischen den alten und neuen Wolkenkratzern aufregend, zumal man des Öfteren Schauplätze des “Blues Brothers”-Film wiedererkannt hat. Entlang des Chicago River und der State Street ging es zum Grand Market Plaza, wo wir uns mit Salat, Donuts, Baguette und Rotwein eingedeckt haben um einen gemütlichen Abend im Hotel zu genießen.

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Am nächsten Morgen haben wir uns noch schnell ein paar Waffeln gemacht und unser Gepäck in den Kofferraum geworfen. Mit einem vollen Tank ging’s mit unserem Malibu und Jessy am Steuer, auf die 600km lange Piste nach Paducah im Bundesstaat Kentucky zu meinem ausgewanderten Cousin Marcel und dessen Frau Leslie. Trotz gut ausgebauter Highways benötigten wir etwas mehr Zeit für die Strecke, da uns die übertriebenen Tempolimits immer wieder ausbremsten, abgesehen davon wollten wir uns natürlich nicht mit den örtlichen Cops anlegen. Stattdessen hat sich Jessy lieber über andere Autofahrer aufgeregt. Am frühen Abend cruisten wir dann durch die zugefrorenen Straßen in die Einfahrt meines Cousins und wurden bereits mit offenen Armen empfangen. Anschließend ging’s zum örtlichen WalMart um ein paar Leckereien fürs Wochenende zu besorgen. Am liebsten würde man ja den Einkaufswagen bis oben hin vollstopfen um alle bunt angepriesenen Produkte mal kosten zu können, aber naja - geht halt nicht. Jedenfalls haben wir frisches Hackfleisch und alle weiteren Zutaten für klassiche Bouletten mit Kartoffelsalat bekommen und in der gemütlichen Küche zubereitet und kredenzt. Den restlichen Abend haben wir uns fleißig unterhalten, es gab ja auch einiges zu erzählen. Am Sonnabend haben wir eine exklusive Stadtführung bekommen und erfahren, dass in Paducah einmal im Jahr ein riesiges Quilt-Festival (Quilts sind bunt-karierte Steppdecken) stattfindet - es gibt sogar ein nationales Quilt-Museum! Ansonsten liegt die Stadt direkt am Zusammenfluss des Ohio und des Tennessee River und ist Standort einer der weltweit größten Gasdiffusionsanlagen zur Urananreicherung (toll, oder?). Während des Erkundungsspaziergangs haben wir uns etwas von der Sonne wärmen lassen, was bei den eisigen Temperaturen sehr angenehm war. Abends haben wir uns dann beim Chinesen was zum Essen geholt und Wii gespielt bzw. gequatscht.

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Der Sonntag führte uns dann zu den Eltern von Leslie, welche ca. 2h entfernt auf einer Farm in der Nähe des Ortes Sparta wohnen. Da ja nicht jeden Tag Verwandte aus Deutschland vorbeischauen ging es nach Shiloh in ein richtig zünftiges Texas Roadhouse, mit zentimerdicken Fleischscheiben - der Wahnsinn. Anschließend fuhren wir zurück zur Farm und ich durfte bei Minusgraden meine Schusskünste unter Beweis stellen. Naja - mit einer Schrotflinte auf Tontauben zu schießen, wobei einem die Finger abfrieren, war nicht so sehr einfach, so dass die meisten Täubchen überlebt haben. Da es bereits dunkel wurde hat man mir die Ehre zu Teil werden lassen, mit den Scheinwerfern des Pick-Up die Schießschiebe zu beleuchten. Meine Ergebnisse mit einem Nachbau einer alten Muskete (sogar mit selbstgegossenen Kugeln) waren da schon sehenswerter. Auf jeden Fall hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht und unseren Aufenthalt um ein weiteres Erlebnis bereichert. Nach weiteren Gesprächen und ein paar Snacks haben wir uns dann etwas müde wieder auf den Rückweg gemacht. Am nächsten Tag hieß es dann gegen Mittag leider schon wieder Abschied nehmen und wir fuhren zurück in die Windy City. Dank Jessys Verhandlungsgeschick erhielten wir sogar unsere alte Suite, und das zum gleichen günstigen Preis. Ich bin dann noch etwas durch die Gegend spaziert und habe uns ein klassisches Tuna-Sub besorgt. Den restlichen Abend haben wir uns mal wieder erholt und den tollen Ausblick auf die Skyline genossen. Leider kamen wir auch diesmal erst gegen 01:30 Uhr ins Bett, so dass der nächste Morgen wieder ziemlich verschlafen began. Erst mittags haben wir uns dann aufgerafft und aus dem 94. Stock des “John Hancock Center” einen wahnsinnigen Überblick auf das von Eis und Schnee gefangene Chicago geworfen. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter auf der Michigan Avenue, besser bekannt als “Magnificent Mile”, dem Einkaufsboulevard der Stadt zu Bloomingdales. Kälte und Müdigkeit trieben uns dann nachmittags wieder in unsere kleine Suite, so dass wir uns erst gegen 22:00 Uhr wieder vor die Tür wagten. Mit unserem Wagen ging es dann zur Buckingham Fountain, dem berühmten Brunnen der bei jeder Folge der “Schrecklich netten Familie” zu den Klängen von Frank Sinatra sein Wasser speit. Der gesamte umliegende Park war um diese Uhrzeit bereits menschenleer und von frischem Schnee überzogen, der im Schein der Laternen funkelte. Danach sind wir noch durch Downtown gecruist und haben uns die beleuchteten Bürotürme, Theater und Restaurants angeschaut. Nach dieser Tour mußten wir bereits unsere Sachen packen, da mittags unser Flug nach New York gehen sollte.

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Mit den letzten paar Litern Benzin erreichten wir dann den Flughafen und gaben unseren Wagen ab. Mit einem großen Kaffee in der Hand ging es nach den gewohnten Kontrollen in das ziemlich leere Flugzeug und ich began mal wieder sofort einzuschlafen. Lediglich der Start weckte mich diesmal wieder und so erwachte ich erst über Detroit und dem zugefrorenen Eriesee, bevor wir auf dem “John F. Kennedy International Airport” in New York City landeten.

USA - Westküste

10. Dezember 2010

Nach dem mittlerweile 16. ?!? Flug unserer Reise landeten wir sanft in Los Angeles und waren trotz des schmuddeligen Wetters schon ganz gespannt auf die Mietwagenauswahl bei Alamo. Wie bereits zuvor haben wir online reserviert und dank meines ISIC (Internationaler Studentenausweis) wieder einiges Bargeld gespart. Also ab in den Shuttlebus und zur nahegelegenen Servicestation. Nach langen Minuten und den bereits bekannten Versuchen des Mitarbeiters uns ein Fahrzeug aus einer höheren Kategorie aufzudrücken, haben wir dann schließlich einen bulligen schwarzen Dodge bestiegen. Entgegen der Meinung des Mitarbeiters, haben wir unser gesamtes Gepäck in das Fahrzeug bekommen und fühlten uns mit einer “2.4 Liter”-Maschine auch nicht untermotorisiert, wie man uns weis machen wollte. Tja, und dann ging’s auch direkt auf nach Vegas.

Durch die bevorzugten Stadtteile der Rapper und Gangster, namens Inglewood und Compton, haben wir es dann auf eine der gefühlten tausend Highways geschafft und dank Jessys Kartenlesekünsten ohne Umwege den direkten Weg durch die Mojave-Wüste angesteuert. Gegen Mitternacht erreichten wir (Jessi schlief bereits seit Stunden!) nach langer Einöde endlich die grell erleuchteten Lichter des Spielerparadieses.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann zum Hotel “Sahara” aufgemacht und wollten ein tolles Hotelzimmer beziehen. Als wir dann allerdings unser Zimmer in Augenschein nahmen, mußten wir feststellen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr schlecht als recht war, so dass wir direkt wieder ausgecheckt und uns etwas anderes gesucht haben. Leider waren alle annehmbaren Hotels bereits ausgebucht oder unglaublich teuer - “versteh ich gar nicht so kurz vor Silvester?”. Dann haben wir aber doch was Passendes gefunden, und wollten nur eben zur Bank flitzen um mit meiner Kreditkarte Geld fürs Hotel abzuheben. EIGENTLICH! Tja, leider wurde meine Karte dann vom Geldautomaten genüßlich verzehrt und trotz Flehen und Betteln beim zuständigen Bankmitarbeiter auch partout nicht wieder herausgegeben. Zeitgleich war natürlich auch das Limit von Jessis Karte, aufgrund des geblockten Geldes für unseren Mietwagen und das dann doch nicht bezogene Zimmer, erreicht und wir standen (fast) ohne Kohle da. Normalerweise hätten wir auch dieses Problem locker in den Griff bekommen, aber unsere Bank war für die nächsten drei Feiertage nicht zu erreichen und Überweisungen konnten erst recht nicht bearbeitet werden. Dank unserer Notration an Travellerschecks und einer Finanzspritze aus Deutschland (über Western Union) konnten wir dann doch noch die Sylvesterfeierlichkeiten in Angriff nehmen. Nur unser Hotel mußte der Misere Tribut zollen. Wir haben statt im Glamour in einem dreckigen Hinterhofmotel geschlafen, in welchem die Prostituierten und andere üble Gestalten  ein- und ausgingen.

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Willkommen in Vegas

Willkommen in Vegas

Am Abend sind wir dann durch verschiedene Hotels, wie das berühmte Caesars Palace, das Paris und das Circus Circus geschlendert und haben den ein oder anderen Dollar in den einarmigen Banditen verspielt. Leider kann man heutzutage kaum noch Münzen in die Spielautomaten werfen und bis auf unterschiedliche Motive sind alle mehr oder weniger gleich. Am spannendsten ist es allerdings die spielsüchtigen Asiaten zu beobachten, die an den Spieltischen, mal eben ein paar tausend Dollar verprassen.

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Las Vegas bei Nacht

Las Vegas bei Nacht

Zum Jahreswechsel haben wir uns nach Mitgrölen des Songs “Sweet Caroline” bei eisigen Temperaturen, mit Sekt und Plastikbechern bewaffnet, auf den Strip gestellt und das von den Hotels veranstaltete Feuerwerk genossen.

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Happy New Year!

Happy New Year!

Am nächsten Morgen wurden wir vom „Concierge“ geweckt, welcher uns freundlicherweise fragte, ob wir noch einen weiteren Tag im “Desert Star” bleiben wollten, da die Check-Out-Time bereits vorbei war. Wir haben dann lieber unsere Sachen gepackt und beim Chinesen um die Ecke erstmal mit einem starken Kaffee unsere Lebensgeister geweckt.

Gegen Mittag sahen wir Las Vegas nur noch im Rückspiegel und landeten prompt im Stau, da sich auch andere Touristen den berühmten Hoover-Staudamm ansehen wollten. Nachdem wir diesen eher links liegen gelassen haben, ging’s geradewegs durch die typischen Landschaften des „Wilden Westen“ nach Lake Havasu City, einem ziemlich öden Ort. Leider mußten wir auf einen Abstecher zum Grand Canyon verzichten, da dieser noch einige hundert Meilen entfernt lag und wir unbedingt noch San Diego sehen wollten. Im Nachhinein hätte Jessi aber lieber den Grand Canyon erkundet und an einer Führung hinter den Kulissen des Staudamms teilgenommen, die absolut sehenswert sein soll! Maybe next time?

Den nächsten Tag haben wir dann größtenteils auf verschiedenen Landstraßen verbracht. Überraschenderweise häuften sich nachmittags bei tiefstehender Sonne die Wohnmobile und Pick-Ups vor und hinter uns, bis auf beiden Seiten der Straße nur noch Sand zu sehen war.

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In der Wüste

In der Wüste

Im absoluten Nirgendwo treffen sich jedes Wochenende Tausende Motorrad-, Quad- und Buggyfreunde, die mit ihren zum Teil selbst gebauten Gefährten die Wüste regelrecht zerschneiden und kilometweit ihre Spuren im Sand hinterlassen. Immerhin sind wir mit unserem Dodge nicht im Sand steckengeblieben und erreichten abends San Diego. Dort haben wir dann nach einigen Diskussionen im Relax Inn doch noch unseren Couponpreis bekommen. Diesen verweigerte man uns zuvor, obwohl überall damit geworben wurde. Auf der Suche nach dem Motel hatten wir bereits in der Nähe der Interstate ein Autokino gesehen und waren uns sofort einig - da müssen wir unbedingt hin, zumal es für jeden von uns eine Premiere war. Also noch schnell zu „Taco Bell“ und mit Burritos (leider eine herbe Enttäuschung) eingedeckt, Rückenlehne nach hinten geschraubt und das Autoradio auf die richtige Frequenz eingestellt. Der Film (Sherlock Holmes) selbst war nicht schlecht, aber entsprach nicht im Entferntesten meiner persönlichen Vorstellung des genialen Detektives.

Bei herrlichem Sonnenschein haben wir uns morgens am Point Loma mit Bagels und gutem Kaffee versorgt und anschließend zwei Stunden lang den Flugzeugträger „USS Midway“ besichtigt. Mit Hilfe des Audioguides und einigen Veteranen haben wir fast jede Ecke des riesigen Schiffes mitsamt den ausgestellten Hubschraubern und Flugzeugen erkundet, bevor wir durch das berühmte Gaslamp-District gefahren sind. Trotz der angenehmen Atmosphäre in San Diego entschieden wir uns kurz entschlossen gegen den weltberühmten Zoo und für das eigentlich aus Zeitgründen von unserer Liste gestrichene San Francisco.

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Flugzeugträger

Also noch schnell ein Coffee-to-go geschnappt und rauf auf die Interstate 5 nach Norden. Spät in der Nacht und mit 400 Meilen mehr auf dem Tacho erreichten wir den kleinen Ort Los Banos, in dem alle Motel-Besitzer merkwürdigerweise aus Indien stammen.

Den folgenden Tag fuhren wir über die imposante Baybridge ins Herz von San Francisco und genossen bei einem Spaziergang am „Palace of Fine Arts“ die angenehme Ruhe. Natürlich durfte das obligatorische Foto vor der Golden Gate Bridge nicht fehlen, die glücklicherweise mal nicht vom Nebel verdeckt wurde. Dank des Tourist Scenic Drive haben wir dann die berühmten Cable-Cars, den Blick auf Alcatraz und die Fishermans Wharf erleben dürfen. Zur körperlichen Stärkung haben wir uns für das 10 US$-Buffet beim Inder entschieden und anschließend den traumhaften Blick vom Alamo Square über die Painted Ladies (die klassischen Häuser aus der Sitcom „Full House“) auf die Skyline genossen. Nach einem letzten Abstecher nach Downtown bzw. Chinatown ging es dann entlang der Küste auf der bekannten „California State Route 1“ in Richtung Süden. Spät in der Nacht erreichten wir dann das kleine Dörfchen mit dem dänischen Namen Solvang. Dort waren alle Häuser im nordischen Stil erbaut und vor allem liebevoll geschmückt. Bei kühlen Temperaturen aber traumhafter Morgensonne genossen wir in einem kleinen Café unsere Pancake, ein Omelette und natürlich heißen Kaffee.

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Golden Gate Bridge

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San Fransisco

San Fransisco

In Ventura kam dann der große Augenblick, wir haben erstmals ein Starbucks-Café betreten und unseren Weihnachts-Gutschein von Andrea eingelöst. Man mag ja über Starbucks denken was man will, aber zugegebenermaßen, der Kaffee war wirklich gut. Über die bekannten Promi-Orte Santa Barbara, Santa Monica und Malibu ging es dann direkt über den Sunset Boulevard nach Hollywood. Der bekannte Walk of Fame und das Chinese Theatre haben uns aber etwas enttäuscht, so dass wir lieber ein bißchen durch Beverly Hills gecruist sind. Dort führte mich meine Sucht in eine Tankstelle um Zigaretten zu kaufen. Durch die nette Angestellte wurde ich dann aufgefordert meine ID-Card zu zeigen, da mein deutscher Führerschein nicht ausreichte. Also zurück zum Wagen und meinen Reisepass geholt. Tja und was soll man sagen, nach kurzer Sichtung des Passes, hieß es dann ich solle eine kalifornische ID-Card vorweisen – häh!? Da stellt sich doch einem die Frage, woher ich als Tourist einen kalifornischen Ausweis haben sollte. Auf diese Logik angesprochen, verweigerte sie mir letztendlich die Herausgabe und ich mußte zwanzig Meter weiter zu einem kleinen indischen Laden gehen. Dort gab es die Zigaretten in Sekundenschnelle auf Vorzeigen der grünen Dollarnoten.

Nachdem die Sonne dann bereits unterging haben wir uns über Venice Beach und seinem Pier auf den Weg in Richtung Flughafen gemacht, da am nächsten Tag bereits unser Flieger nach Chicago wartete. Glücklicherweise konnten wir auch das erste Mal wieder Geld aus dem ATM (Geldautomaten) bekommen. Aufgrund der späten Stunde haben wir durchgemacht und morgens um 04:00 Uhr unseren Wagen bei Alamo zurückgegeben und uns durch die nervigen Sicherheitskontrollen gequält.